Fächer

Im ersten Semester/Jahr werden Grundlagenfächer in thematischem Bezug vermittelt, im 2. Semester/Jahr wird das Gelernte vertieft und projektorientiert angewendet.

In regelmässigen Abständen finden Präsentationen der entstandenen Arbeiten vor externen Experten statt. Individuelle Arbeitsgespräche mit den Lehrenden gehören ebenso zur schulischen Kultur wie die Beratung und die Unterstützung für den weiteren beruflichen oder schulischen Weg.

1. Semester

Kunstgeschichte

Dieses Fach vermittelt einen Überblick über die Geschichte der Kunst von der Prähistorie bis in die heutige Zeit. Der Schwerpunkt liegt hierbei auf der Entwicklung in der abendländischen Kultur, aber auch nicht westliche Kunst wird berücksichtigt. Die Schülerinnen und Schüler lernen, über Kunst zu reflektieren und eigene Meinungen einzubringen. Ausgewählte Themen aus dem Bereich der Kunstphilosophie vertiefen den Einblick in die Welt der Bilder und Vorstellungen.

Zeichnung und Malerei

Hierzu gehören theoretische und handwerkliche Grundlagen wie Farbenlehre, Farben mischen, die Erprobung verschiedener Materialien, Techniken und Stilrichtungen.

Die Praxisarbeit widmet sich Akt- und Figurenzeichnen mit Modell, konstruktivem und experimentellem Zeichnen, Comics, abstraktem Malen oder dem Malen an eigenen, bewegenden Themen. Gekoppelt mit der Betrachtung der Kunst anderer werden der eigene Ausdruck und das eigene Können gesteigert.

Lehrende

Malerei

Jan Czerwinski

 

Experimentelles Zeichnen

Beate Frommelt

 

Zeichnen und Aktzeichnen

René Staub

 

Comic

Diego Balli

Medienwerkstatt – Computer

Die digitalen Medien bieten umfangreiche Möglichkeiten der gestalterischen Nutzung. Die Grundlagen zur Anwendung von Bild-, Layout-, Grafik- und Videoschnittprogrammen werden ebenso vermittelt wie grundlegende Kenntnisse in der Druckvorlagenerstellung.

Medienwerkstatt – Video

In diesem Fachbereich werden Grundkenntnisse bezüglich Video- und Filmkonzeption, Drehbuch- und Story-Board-Entwicklung, Animation, Titelgestaltung sowie technische Aspekte von Kamera, Licht, Schnitt, Ton und Postproduktion vermittelt. Das erworbene Wissen wird in einem praktischen Filmprojekt umgesetzt.

Plastisches Gestalten

Im Fokus stehen die Schulung des räumlichen Wahrnehmungsvermögens, das Erkunden von plastischen Materialien und die grundlegende Vermittlung von Techniken und Fertigkeiten. In der Praxis werden Giesstechniken erprobt und Objekte aus Ton, Gips oder Wachs hergestellt.

Lehrender

Simon Kindle

Visuelle Kommunikation

Visuelle Kommunikation und Grafikdesign sind Teile des Kommunikationsdesigns. Bild und Typografie sind Mitteilungen in einer kommunikativen Beziehung und haben die Aufgabe, den Informationsaustausch zwischen zwei oder mehreren Beteiligten aufzubauen und in Gang zu halten. Neben der Vermittlung der Grundlagen werden in Kooperation mit externen Partnern erste Projekte realisiert.

Lehrender

Klaus Lürzer

Fotografie

Das Fach Fotografie widmet sich unter dem Titel «Now is where I have come to» einer grundlegend thematischen Arbeitsweise. Ausgehend von konkreten Übungen beschäftigen sich die SchülerInnen mit ihrer unmittelbaren Lebenswelt - den Orten, Personen und Gegenständen ihrer Jugendkultur. Innerhalb dieses konzeptionellen Rahmens erproben die SchülerInnen eine Bandbreite fotografischer Verfahrensweisen und Genres.

 

Über den gesamten Zeitraum des Unterrichts hinweg stehen Perspektive, Kadrierung und Licht, als wesentliche Elemente des fotografischen Bildes, im Mittelpunkt. Die Geschichte und Theorie der Fotografie, ob im Feld zeitgenössischer Kunst oder als angewandtes, kommerzielles Medium, ist Gegenstand der Vorlesungen. Eine Einführung in die technischen Aspekte digitaler Fotografie beinhaltet: Die grundlegenden Funktionen und Formate des Kamerasystems, die digitale Bildbearbeitung und Verwendung entsprechender Software sowie die Möglichkeiten der Präsentation und des Drucks.

 

Das Ziel des Unterrichts ist der Entwurf einer Publikation eines jeden Teilnehmers, die eine Auswahl der entstandenen Fotografien versammelt (ausschlaggebend dafür sind Auswahl, Anordnung, narrative oder rhythmisierende Setzung der Bilder). Die Arbeit an dieser Publikation erfolgt unter der Vorgabe eines standardisierten Formats, das als fester formaler Rahmen mit bestimmten, für alle gültigen Setzungen fungiert, innerhalb dessen sich die SchülerInnen frei bewegen können.

Lehrender

Jürgen Beck

Mappe | Portfolio

Gegen Ende des 1. Semesters beginnt die Arbeit an der eigenen Mappe, dem persönlichen Portfolio. Ziel ist das Schaffen einer aussagekräftigen, qualitätsvollen und persönlichen Dokumentation als Grundlage für die Bewerbung für eine Lehrstelle im gestalterischen Bereich oder für das Aufnahmeverfahren an Hochschulen und Universitäten.

2. Semester

Illustration

Illustration ist ein tragendes Element des Kommunikationsdesigns zur Vermittlung einer Botschaft, die beispielsweise bei Buchcovern, Produktverpackungen, Comics oder Plakatgestaltung Anwendung findet. Geübt werden das Generieren von Bildideen, deren wirkungsvolle Inszenierung und die anschliessende Umsetzung in einer durchgängigen und eigenständigen Bildsprache.

Lehrende

Anna Hilti

Praxiswochen Handwerk

Spezifische Praxiswochen haben das Ziel, die Schülerinnen und Schüler mit verschiedenen Handwerkstechniken und Materialien vertraut zu machen und dabei individuelle, qualitativ interessante Projekte zu realisieren. Hierzu gehören Drucktechniken, Keramik, Holzbildhauerei und textile Gestaltung.

Lehrende

Keramik

Ursula Federli-Frick

 

Holzbildhauerei

Lilian Hasler

 

Siebdruck

Claudia Tolusso

Szenografie

Unter Szenografie versteht man die Kunst der Inszenierung im Raum. Als interdisziplinär angelegtes Fach wird hier mit unterschiedlichen Medien gearbeitet. Es werden reale und virtuelle Räume geschaffen.

Lehrende

Claudia Tolusso

Sonderwochen

Jährlich wechselnde Sonderwochen wie beispielsweise Industrial Design, Architektur, Anatomisches Zeichnen, Modedesign oder Tanz ergänzen und vertiefen die Vielfalt einzelner Fachbereiche. Diese erfolgen teilweise in Zusammenarbeit mit Partnern des EU-Bildungsprogramms Erasmus+ und können deshalb auch in englischer Sprache durchgeführt werden.

Lehrende

Tanz

Jaqueline Beck

 

Anatomisches Zeichnen

Ricardo Horcajada Gonzalez (Gastdozent aus Spanien)

 

Architektur

Felicity Aktebe (Gastdozentin aus England)

Schnuppertage

In einem «Kurzpraktikum» lernen die Schülerinnen und Schüler in Betrieben oder Institutionen mögliche berufliche Tätigkeiten kennen, arbeiten mit und bauen berufliche Netzwerke auf.

Studienreise

Die Kunstschule ist Partner des EU-Programms Erasmus+. Die Studienreise führt in eine kulturell aktive Stadt und ermöglicht es den Lernenden, den persönlichen geografischen und kulturellen Horizont zu erweitern. Neben einem Workshop an einer Universität oder Kunsthochschule gehören auch Besuche von Künstlerateliers, Museen und Ausstellungen zum reichhaltigen Programm.

Abschlussprojekt

Zum Ende des Vorkursjahres erarbeiten die Schülerinnen und Schüler anhand eines vorgegebenen Themas ein individuelles Abschlussprojekt. Während drei bis vier Wochen Arbeitszeit gilt es, eine entsprechende Idee zu entwickeln und mit einer favorisierten Technik umzusetzen. In einer abschliessenden öffentlichen Ausstellung werden die entstandenen Werke präsentiert.

Ausstellungsbeispiel 2013: Nachsicht - Fernsicht im Kunstraum Engländerbau