Body-Server-Interconnectivity

 

Denken und generieren im Geflecht des Netzwerks, das wir sind

 

Wenn Kunst laut Lawrence Weiner etwas ist, auf das die kulturschaffende Person aufmerksam macht, weil es vorher niemand wahrgenommen hat, sind dann Memes Kunst? Wenn seit der Appropriation Art Kunst durch Einbetten von Kulturmaterial in neue Kontexte entsteht, sind Reaction GIFs das «Guernica» unserer Zeit? 

Referent Till Langschied beschäftigt sich in seiner Arbeit mit den Verflechtungen von analogen und digitalen Realitäten.

Für ihn sind Menschen bereits zu diesem frühen Zeitpunkt der digitalen Revolution vernetzte Cyborgs, die nicht ohne Netzwerk zu denken sind. Dementsprechend verändert die digitale Wirklichkeit unsere Formen von Kommunikation, Konsum und Philosophie. Basierend auf seiner praxisorientierten Forschung entwickelte Langschied den Performance-Charakter Till Tumaroh, den er als Avatar auf verschiedenen Ebenen in seiner Arbeit einsetzt. In seiner Lecture-Performance präsentiert er verschiedene Strategien, in denen die Figur des Tumaroh an der Grenze zur digitalen Wirklichkeit agiert - in Performances, Videos oder Memes.

 

Till Langschied (*1987 Frankfurt a.M.) lebt und arbeitet in Basel. Vor seinem Studium der Freien Kunst an der FHNW/HGK in Basel studierte er an der AMD Düsseldorf mit einem Fokus auf postmoderne Designstrategien. Zu seinen jüngsten Ausstellungen gehören die Gruppenausstellungen «Avatare, Doppelgänger und allegorische Landschaften» im Haus der elektronischen Künste in Basel (2019), «The Sun to Come» im Kunstverein Freiburg (2019), «I-HOOD» im Kunsthaus Baselland in Muttenz (2019) und «Sur la page, abandonnés vol.3» im Au Lieu in Paris (2019).

Veranstaltungsdetails

Datum

1. Dezember 2020

 

Uhrzeit

18.30 Uhr

 

Ort

Kunstschule Liechtenstein

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